Was ist PEPPOL?
Im Vergleich zum privatwirtschaftlichen Beschaffungswesen, lässt sich bei öffentlichen Institutionen ein gewisser Nachholbedarf feststellen, der insbesondere die Kommunikation mit Anbietern auf europäischer Ebene umfasst. Elektronische Beschaffungsprozesse finden häufig lediglich auf nationaler Ebene statt, nicht jedoch im innereuropäischen Bereich.
Hier setzt das PEPPOL-Projekt (Pan-European Public Procurement Online) als Teil des Competitive and Innovation Framework Programme (CIP) der Europäischen Union an. Im Vordergrund der Bemühungen steht dabei die Entwicklung eines interoperablen Piloten für pan-europäische Beschaffungsprozesse unter Berücksichtigung existierender nationaler Infrastrukturen. Dieser Pilot soll insbesondere kleinen- und mittelständischen Unternehmen die Teilnahme an Beschaffungsprozessen innerhalb der gesamten europäischen Union ermöglichen. Der Beschaffungsprozess als solcher soll vollständig elektronisch, d.h. IT-gestützt, ablaufen, von der Veröffentlichung der Ausschreibung über die Vergabe des Auftrags bis hin zur Bezahlung der Leistungen.

Gesamtprozess der öffentlichen Beschaffung
Zu den Aufgabenbereichen von PEPPOL gehört insbesondere die Erstellung einer Virtuellen Unternehmensakte (VCD), die Bereitstellung von geeigneten elektronischen Kataloglösungen (eCatalogue) und die Möglichkeit elektronische Signaturen europaweit einzusetzten (eSignature) sowie die Abdeckung der nachfolgenden Phasen wie etwa der Bestellung (eOrdering) und Rechnungslegung (eInvoice).
