Was ist das VCD?
Das Virtual Company Dossier (VCD) stellt einen „Behälter“ für Dokumente dar, die im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens von Bietern benötigt werden. Diese Dokumente sind beispielsweise Eignungsnachweise, die die Befugnis, die Zuverlässigkeit und die Leistungsfähigkeit des Bieters belegen. Derzeit sind diese Dokumente manuell durch den Bieter von den einzelnen ausstellenden Behörden und Organisationen einzuholen, um sie anschließend an die ausschreibende Stelle zu übertragen. Erschwerend kommt hinzu, dass es in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union keine einheitlichen Typen und Formate von Nachweisen gibt. Demzufolge ist es für einen Bieter nicht trivial, die im Rahmen einer grenzüberschreitenden Ausschreibung geforderten Nachweise durch die in seinem Heimatland tatsächlich existierenden Nachweise zu erbringen.
An diesen Punkten sollen das VCD und die entsprechenden unterstützenden Systeme ansetzen, um den Bietern bei der Auswahl benötigter Nachweise, deren Einholung sowie der anschließenden Übermittlung an die ausschreibende Behörde zu unterstützen.
Das VCD bietet jedoch nicht nur Vorteile für Bieter sondern auch für die ausschreibenden Stellen. Durch das Hinzufügen von maschinenlesbaren bzw. –interpretierbaren Daten wird das strukturierte digitale Informationspaket maschinell verarbeitbar. Mit der automatischen Auswertung der Bewerberunterlagen auf Seiten der ausschreibenden Stelle gehen Zeit- und damit auch Kostenvorteile einher.
