Rückblick auf das 6. PEPPOL Multistakeholderforum
Derzeit laufen die Vorarbeiten für den Pilotbetrieb im Large Scale Pilot PEPPOL. Die PEPPOL Pilotlösungen basieren auf nationalen Systemen und erleichtern den grenzüberschreitenden Beschaffungsvorgang sowohl für die Bieter/Bewerber als auch für die öffentliche Verwaltung. Im 6. Multistakeholderforum, das im Rahmen der größten österreichischen BBG-Messe „Nutzen.Leben 2010" am 04. November 2011 stattfand, wurde ein Einblick für Verwaltung, Wirtschaft und IT-Branche gewährt, was dieses wegweisende Projekt für die österreichische Beschaffungslandschaft bedeutet.
Als Einleitung des Forums gab Johannes Wimmer von der Bundesbeschaffung einen Ausblick von PEPPOL in Österreich. In seiner Präsentation hob er besonders das Ziel von PEPPOL hervor, die elektronische Kommunikation im Beschaffungsprozess zwischen Lieferanten und öffentlichen Auftraggebern voranzutreiben und europaweit zu vereinheitlichen. Die Ergebnisse sollen national und EU-weit zu effizienteren Prozessen und gemeinsamen Standards führen, die schließlich in einen "E-Procurement Masterplan für die österreichische Verwaltung" einfließen. Erik Stabentheiner vom Bundesrechenzentrum verwies in seinem Vortrag auf das Einsparungspotenzial, das mit grenzüberschreitendem E-Procurement erreicht werden kann. Bis zu fünf Prozent aller Prozesskosten können eingespart, Europas Wirtschaftswachstum angekurbelt und Innovationen vorangetrieben werden. Durch PEPPOL kann auch eine höhere Transparenz, und ein erleichterter Zugang für KMUs zum europäischen Beschaffungsmarkt erzielt werden.
Im zweiten Abschnitt des Multistakeholderforums wurden zwei Pilotlösungen vorgestellt. Silke Weiß vom Bundesministerium für Finanzen präsentierte die VCD-Anwendung und Andrea Leutgeb von der Bundesbeschaffung gab dem Publikum einen Einblick in die Erstellung standardisierter Produktbeschreibungen und deren Einbindung in elektronische Kataloge. Im Bereich des elektronischen Kataloges wird von PEPPOL ein “Electronic Product Property Server (ePPS)“ entwickelt, welcher die Erstellung von Produktkatalogen in einer mehrsprachigen Umgebung ermöglicht. Des Weiteren sprach Frau Leutgeb über die Anbindung des e-Shops der BBG an PEPPOL, der es jedem Kunden ermöglicht, mit jedem ihrer Lieferanten in ganz Europa auf der Basis standardisierter Verfahren in der Bestellabwicklung elektronisch zu kommunizieren.
Abschließend erläuterte Christian Rupp, Sprecher der Plattform „digitales Österreich“, die Vorteile von PEPPOL im internationalen und nationalen Umfeld. Er beschreibt E-Government als stetigen Prozess und daher mehr als eine Reise und nicht als Ziel.
Alle Präsentationen des Multistakeholderforums finden Sie hier.
